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Kaleidoskop 

 

09. November 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     Von links nach rechts: Landrat C. Bernreiter, Dr. Leonhard Stark, Dr. Ellen Kiesling, Werner Seelig, Kurt Imhof

1. Deggendorfer Patiententag Prostatakrebs

Passend zur derzeit laufenden Movemberaktion, die ganz im Zeichen der Männergesundheit steht, fand in Deggendorf der erste Patiententag zum Thema Prostatakrebs an der TH-Deggendorf statt. Ca. 60 Teilnehmer hatten sich eingefunden, die sich für diese Thematik interessierten oder eben selbst davon betroffen sind.

Mit seiner Begrüßungsrede unterstrich Landrat Bernreiter seine volle Unterstützung für diesen Informationstag, der in Kooperation des Donau-Isar-Klinikums mit der Prostatakrebs Selbsthilfegruppe (SHG) Deggendorf entstand.

Den Reigen der Referenten eröffnete Dr. med. Leonhard Stark, Chefarzt der Urologie des Donau-Isar-Klinikums, einem profunden Experten dieser Thematik. Dr. Stark spannte den Bogen seines Vortrages von der Entstehung über die Diagnose bis zur Therapie dieser Erkrankung, die jährlich 60.000 neuerkrankte Männer in Deutschland betrifft und an der über 12.000 versterben. Letzteres könnte in vielen Fällen verhindert werden, wenn denn mehr Männer von der einschlägigen Vorsorgeuntersuchung Gebrauch machen würden. Am zertifizierten Prostatakarzinomzentrum Deggendorf kann der Patient auf eine vollumfängliche Versorgung zurückgreifen, die in Kürze mit der Ausstattung eines Da-Vinci-Systems (roboter-assistierte Chirurgie) erweitert wird.

Dr. med. Ellen Kiesling, ärztliche Leiterin von RADIO-LOG am MVZ Deggendorf, stellte mit ihrem Vortrag der urologisch-chirurgischen Behandlung die Strahlentherapie zur Seite. Da diese technisch hochkomplizierten Methoden mittlerweile gleichgute Behandlungserfolge aufzuweisen haben wie der chirurgische Eingriff, sind sie in vielen Fällen eine echte Alternative. Die Expertin beleuchtete alle z. Zt. gängigen strahlentherapeutischen Methoden und das Behandlungsspektrum ihres Institutes.

Der Vorsitzende des BPS, Werner Seelig, brachte seine Verbundenheit mit der Prostatakrebs SHG Deggendorf in seinem Vortrag zum Ausdruck. Er sprach die Aufgaben des Verbandes an und leitete das Augenmerk der Veranstaltung auf den betroffenen Menschen, der einen Weg finden muss mit dieser Erkrankung zu leben.

Dies war dann auch das Abschlussthema von Kurt Imhof, dem Leiter der SHG. Ausgehend vom eigenen Durchleben dieser Krankheit, stellte er den Betroffenen mit all seinen Nöten und Ängsten, in den Vordergrund seines Beitrages. Auf der Suche nach dem Umgang mit dieser Erkrankung, kann laut Imhof der Anschluss an eine SHG dabei helfen Lösungen und Wege aus Einsamkeit und Isolation zu finden, das eigene Leben zu überdenken und auf neue, aktive Füße zu stellen.

Die Referenten verstanden es in die komplizierten Zusammenhänge dieser Erkrankung einzuführen und blieben dem Publikum abschließend keine Frage schuldig. (Autor und Bildquelle: kimhof)

 

09. September 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuch beim Team Dr. Schäfer in der Strahlentherapie des MVZ Straubing

Auf der Suche nach aktuellen Daten für unsere Homepage bezüglich der strahlentherapeutischen Behandlungsinstitute im Wirkungsbereich unserer SHG, stieß ich u.a. auf Dr. Schäfer, den Leiter des MVZ Straubing. Um es nicht bei einer theoretischen Abhandlung zu belassen, bot Dr. Schäfer uns einen Besuch in seinem Institut an, den die Gruppe heute mit 17 Teilnehmern wahrnahm.

Nach einer kurzen, freundlichen Begrüßung hatte die SHG die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen von IMRT (intensitätsmodulierte Strahlentherapie) und IGRT (Bildgebungstechnologie zur Positionierung des Patienten) zu werfen. Der leitende medizinische Physiker Dr. Kulzer verstand es mit seinem Team dieses hochkomplizierte Verfahren für interessierte Laien verständlich darzustellen und beantwortete die sich aus der Demonstration entstandenen Fragen. Ein uns bislang unbekanntes neues Positionierungsverfahren (Vision RT), das durchaus als Herausstellungsmerkmal für das MVZ Straubing betrachtet werden kann, rundete den hervorragenden Eindruck ab, den die Gruppe aus dem Behandlungsraum mitnahm.

Im Anschluss erfolgten Referate von Dres. Koch und Schäfer im Gruppenraum des MVZ über die strahlentherapeutische Behandlung des Prostatakarzinoms in all ihren Facetten, welche die derzeit aktuelle Technik zu leisten im Stande ist. Die sich daraus ergebende Diskussion fand erst ihr Ende, als alle Fragen geduldig beantwortet waren.

Am Ende war sich unsere SHG darüber einig, dass sich dieser Besuch gelohnt hat und man im Behandlungsfall in der Strahlentherapie des MVZ Straubing bestens versorgt ist. (Autor und Bildquelle: kimhof)

 

08. Juli 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuch des Ziegel- und Kalkmuseums Flintsbach

Man stelle sich einmal vor, dass man von April bis Oktober ununterbrochen abwechselnd einen ganzen Tag bzw. eine ganze Nacht auf einem Ofen verbringt, der nicht nur enorme Hitze abgibt, sondern auch von allen Seiten Zugluft bekommen muss, um einen optimalen Brennvorgang zu ermöglichen. Einziger Schutz des Arbeiters ist eine mannshohe Bretterkiste und eine Pritsche für ein Nickerchen. Ansonsten besteht die ständige Aufgabe darin den Hoffmann’schen Ringofen von 1883 mit Kohle zu bestücken, sowie je nach Bedarf Luftkanäle zu öffnen und zu schließen. Einzige Mess- und Regeltechnik ist der Mensch mit seiner Erfahrung, der unter schlimmen Bedingungen haust, miserabel verdient und seine ganze Familie incl. Kinder in die Arbeit einbinden muss, um eine Existenzgrundlage zu haben.

In den Ausstellungsräumen des Flintsbacher Ziegel- und Kalkmuseums wird diese Geschichte der Ziegel- und Kalkherstellung lebendig, wie sie sich vom Handwerk zur hochtechnisierten Industriesparte entwickelt hat. Auf dem Freigelände kann man neben dem komplett erhaltenen Ringofen den stillgelegten, traditionsreichen Betrieb besichtigen. Eine kleine Schmiede, die Maschinenhalle, mehrere Trockenstadel, die Lorenbahn und die Lehmgrube machen den Arbeitsablauf und die Organisation eines kleinen Betriebes auf der Schwelle vom Handwerk zur industriellen Fertigung nachvollziehbar, der den Betrieb erst 1968 einstellte.

Diesen kleinen Ausschnitt aus einer Fülle von spannenden Informationen durften heute 17 Teilnehmer unserer SHG bei einer perfekten Führung erleben. In einem kombinierten Radl- und Autoausflug genossen wir den Tag und ließen ihn bei Kaiserwetter im Biergarten ausklingen. (Autor und Bildquelle: kimhof)

 

13. Juli 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die gefährliche Ripperlfahrt auf der Donau

Wie verabredet trafen sich 8 unserer Gruppenmitglieder mit ihren Frauen am Freitag, um gemeinsam "in See zu stechen". 
Das Wetter zeigte sich von der besten Seite und die anfängliche Befangenheit wandelte sich sehr schnell in eine Atmosphäre des gemütlichen Beisammenseins. Die Fahrt stand unter dem Motto: Thema Krankheit ist heute tabu - einfach entspannen und gut gehen lassen. Fast alle hielten sich daran. Pünktlich um 19 Uhr legten wir ab und fuhren wegen des Niedrigwassers flussaufwärts. 
Die Schiffs-Crew hatte für uns ein Ripperl-Buffet angerichtet und in Etappen ging es zur Schlacht am warm/kalten Buffet. Fast alle Teilnehmer überstanden das unbeschadet. Kleinere Verletzungen an den Fingern zeugten jedoch davon, dass so eine Ripperlfahrt auch diverse Gefahren birgt und man Ripperl vielleicht doch besser mit den Händen, statt mit Messer und Gabel essen sollte. 
Unser Herbert schloss sich einigen Damen an und bestellte sich abschließend noch einen Eisbecher, der ihn aber an den Rand seiner Kapazitäten brachte. Letztlich wurden alle Teilnehmer mehr als satt und mit flotter Musik und lockeren Gesprächen verging die Zeit viel zu schnell. Mit einem wunderschönen Abendhimmel liefen wir gegen 22.30 Uhr wieder in Deggendorf ein. 
Abschließend waren sich alle darüber einig, dass man so etwas durchaus in anderer Form wiederholen sollte. Bedauerlich war im Grunde nur die geringe Teilnehmerzahl. Aber: Selber schuld! Wir jedenfalls hatten einen schönen Abend. (Autor und Bildquelle: kimhof)

  

09. April 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

         Sexualität und Prostatakrebs

Dass die Sexualität zu den Grundbedürfnissen des Menschen gehört, wissen wir spätestens seit sich Maslow in den 50iger Jahren mit der Bedürfnishierarchie des Menschen beschäftigte. Ein an Prostatakrebs erkrankter und behandelter Mann mag zwar in der Ausübung seiner sexuellen Möglichkeiten eingeschränkt sein, verliert dadurch aber nicht seine Sexualität. Deshalb beschäftigte sich die Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Deggendorf mit dieser Thematik, die aufgrund des heiklen Themas im gewohnt kleinen Rahmen am Montag, den 9. April im Hotel Donauhof stattfand. Dazu konnte die Gruppe die Urologin Dr. Maria Bürst vom MVZ Klinikum Deggendorf begrüßen, die nach einer Präsentation von Kurt Imhof in der sich anschließenden Diskussion Rede und Antwort stand.

Dieses und alle anderen Themen rund um die Erkrankung werden seit 15 Jahren in der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs besprochen, die damit für die Betroffenen ein wichtiger Zufluchtsort ist, um nach gemeinsamen Strategien im Umgang mit der Krankheit zu suchen. (Autor: kimhof, Bildquelle: Willi Rduch)

  

11. Dezember 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschied aus der Leitungsfunktion

Erkundigt man sich unter chroniknet.de nach den Ereignissen des 13.1.2003, so wird man enttäuscht feststellen, dass sich an diesem Tag auf der Weltbühne nichts Wesentliches ereignet hat. Nicht so in Deggendorf. Die junge Ärztin Fr. Dr. Plötz erhielt vom Chef der Urologie am Deggendorfer Klinikum den Auftrag, eine Prostatakrebs SHG zu gründen. Als niemand von den anwesenden Männern Bereitschaft zeigte die Gruppenleitung zu übernehmen, warf sie am Ende ihrer Bemühungen das mitgebrachte Info-Material auf den Tisch. Zielgericht landete es bei Helmut Mader. Damit war der Gruppenleiter gefunden und ging als „Gründungsvater“ in die Geschichte der Prostatakrebs SHG Deggendorf ein.

In seiner 15-jährigen Amtszeit baute Helmut Mader nicht nur die Gruppe auf, sondern verstand es auch sich in Kürze ein Netzwerk zu schaffen, einen Stellvertreter zu rekrutieren und die Gruppe zusammen zu halten.

Helmut Mader (Bild links) verabschiedet sich auf eigenen Wunsch zum 31.12.2017 zusammen mit seinem Stellvertreter Wilhelm Freundorfer (Bild rechts) aus der Gruppenleitung. Anlässlich der gemeinsamen Weihnachtsfeier, bedankte sich sein Nachfolger (Kurt Imhof) mit einer launigen Rede bei den Beiden für die geleistete Arbeit und sprach ihnen höchste Anerkennung aus. (Autor: kimhof; Bildquelle: Peter Tscharke)